Beziehungsklärung in Partnerschaften

Der Begriff Partnerschaften steht hier stellvertretend für Ehen, Lebensgemeinschaften und Liebesbeziehungen. Häufig spricht man in diesen Zusammenhängen von Paarberatung. Wichtige "Partnerschaften" sind aber auch Freundschaften, Eltern-Kind-Beziehungen, Geschwister-Beziehungen etc., für die ich ebenfalls Beratung zur Beziehungsklärung anbiete.

Partnerschaften neigen dazu, bestimmte Kommunikations- und Verhaltensmuster auszuprägen und dafür andere auszuschließen.

Beispiele: Wir merken dies an Äußerungen wie: „Mit meinem Freund kann ich darüber reden, mit meiner Frau nicht.“ Oder: „Mit meinem Mann kann ich über Krankheit im Alter reden, mit meiner Mutter nicht.“ Oder: „Wenn mein Mann mir etwas an den Kopf wirft, wehre ich mich, aber wenn mein Chef mich kritisiert, dann fühle ich mich immer hilflos.“

Es ist wichtig festzustellen, dass es oftmals längerfristige Entwicklungen sind und es – aus Sicht der Beteiligten – meist gute Gründe dafür gibt, warum in Partnerschaften über bestimmte Themen gut gesprochen werden kann und über andere weniger.

Beispiel: Wer kennt ab einem bestimmten Alter nicht Äußerungen wie: „Die Arbeit stand über viele Jahre im Vordergrund und natürlich die Kinder, da haben wir über andere Bedürfnisse eigentlich gar nicht mehr gesprochen.“ Die meisten würden die Kinder als Grund anerkennen, dass für ihr Wohl andere Bedürfnisse zurückgestellt worden sind.

Häufig bildet sich über die Zeit eine Erwartung, über „andere Bedürfnisse“ gar nicht mehr sprechen zu dürfen. Im gewissen Sinne verlernt man innerhalb der Partnerschaft oft, über diese Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen, kann dies aber vielleicht mit dem Freund oder der Freundin tun.

Was passiert aber, wenn sich die Bedingungen in unserer Beziehung ändern und alte Bedürfnisse wieder bewusstwerden? Was passiert, wenn wir dann mit dem Partner nicht darüber sprechen können? Finden wir dann eine gute Lösung?

Beispiel: Wenn die Kinder aus dem Haus sind und die Arbeit nicht mehr ganz vereinnahmend ist und uns dann ein Mensch begegnet, mit dem wir ganz selbstverständlich über unsere Bedürfnisse sprechen und diese sogar erfüllen könnten?
 
Was sind dann Lösungen?
  1. Einige stellen die alte Partnerschaft in Frage, trennen sich und gehen eine neue Partnerschaft ein.
  2. Andere verharren in der bisherigen Partnerschaft, weiterhin ohne über die Bedürfnisse, die es noch gibt, sprechen zu können.
  3. Arbeit an der bestehenden Beziehung, d.h. wieder zu lernen, über Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen und diese zu erfüllen.

Und jede dieser Lösungen hat ihren ‚Preis‘! Mit diesem Bewusstsein wird ein Berater für Paarberatung Sie nie zu einer Lösung treiben. Sie müssen entscheiden! Sie haben aber in dem Berater einen Partner, um verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu sehen und diese gegeneinander abzuwägen. 

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